Längere Trockenperioden, hohe Temperaturen und Wind können die Wald- und Vegetationsbrandgefahr erheblich erhöhen. Besonders trockenes Gras, Laub und abgestorbene Vegetation können sich schnell entzünden und Feuer weitertragen.
Viele Brände lassen sich durch umsichtiges Verhalten vermeiden. Hier erfährst Du, worauf Du bei erhöhter Waldbrandgefahr achten solltest und was zu tun ist, wenn Du einen Brand entdeckst.
Waldbrände
Wald- und Vegetationsbrände vermeiden
Wie hoch ist die Waldbrandgefahr?
Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht den Waldbrandgefahrenindex (WBI). Er beschreibt das meteorologische Potenzial für Waldbrände und reicht von Stufe 1 – sehr geringe Gefahr bis Stufe 5 – sehr hohe Gefahr.
In die Berechnung fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Niederschlag und Strahlung ein. Die tatsächliche Gefährdung kann deshalb von Tag zu Tag erheblich schwanken.
Für offene Flächen veröffentlicht der DWD außerdem den Graslandfeuerindex (GLFI). Er beschreibt die witterungsbedingte Feuergefährdung von offenem Gelände mit abgestorbener Grasauflage ebenfalls in fünf Stufen.
30-30-30-Regel
Eine einfache Faustregel zeigt, wann sich Wald- und Vegetationsbrände besonders schnell und intensiv entwickeln können:
- über 30 °C Lufttemperatur
- unter 30 % relative Luftfeuchtigkeit
- über 30 km/h Windgeschwindigkeit
Treffen diese Bedingungen zusammen, kann sich ein Vegetationsbrand besonders schnell ausbreiten und ein sehr intensives Feuerverhalten entwickeln.
Wichtig: Die 30-30-30-Regel ist eine Faustregel und ersetzt nicht den aktuellen Waldbrandgefahrenindex.
Du entdeckst einen Wald- oder Vegetationsbrand?
Entdeckst Du einen Wald- oder Vegetationsbrand, wähle frühzeitig den Notruf 112. Auch kleine Feuer können sich bei Trockenheit und Wind schnell ausbreiten. Bringe Dich nicht selbst in Gefahr und unternimm Löschversuche nur bei einem kleinen Entstehungsbrand, wenn dies gefahrlos möglich ist.
Verkehrsleitkegel im Wald? Bitte nicht verändern!
Bei Wald- und Vegetationsbränden nutzen Feuerwehren umgelegte Verkehrsleitkegel, um nachrückenden Einsatzkräften den Weg zur Einsatzstelle zu markieren. Die Spitze des Kegels weist dabei den weiteren Anfahrtsweg.
Bitte stelle solche Kegel nicht auf, drehe sie nicht um und entferne sie nicht. Was wie ein achtlos liegengelassener Verkehrsleitkegel aussieht, kann für nachrückende Einsatzkräfte eine wichtige Wegmarkierung sein.